Luka Wlömer und Jasin Ferati teilen sich DEKM-Siege in Ampfing
  • Ampfing-Premiere für Deutsche Elektro-Kart-Meisterschaft
  • Titelkampf bleibt weiterhin spannend
  • Doppel-Pole-Position für Gastfahrer Finn Gehrsitz

Die Deutsche Elektro-Kart-Meisterschaft (DEKM) feierte am Wochenende ihre Rennpremiere im bayerischen Ampfing. Erstmalig ging die weltweit erste rein elektrische Kartrennserie auf dem Schweppermannring an den Start und erlebte teils hochspannende Rennen. Die Siege gingen an die beiden Titelfavoriten Luka Wlömer und Jasin Ferati.

Es bleibt weiter spannend in der DEKM: Zum vierten Auftritt in diesem Jahr reisten die Teilnehmer aus acht Nationen nach Bayern. Der 1.063 Meter lange Kurs in Ampfing war Schauplatz des siebten und achten Rennens. Letztmalig gastierte die DEKM dabei im Rahmen der Deutschen Kart-Meisterschaft. Das große Finale findet vom
22. – 26. Oktober im Rahmen der Rotax MAX Challenge Grand Finals im italienischen Sarno statt.

In Ampfing erlebten die Teilnehmer teils schwierige Bedingungen. Starke Regenschauer machten es schwer das passende Setup zu finden und ließen die Reifenwahl teilweise zu einem Lotteriespiel werden. Letztlich lagen aber die Favoriten an der Spitze des Feldes.

Last-Minute-Sieg für Luka Wlömer am Samstag

Im verregneten Qualifying am Samstagmittag gab es gleich mehrere Überraschungen. Gastfahrer Finn Gehrsitz fuhr bei seinem zweiten DEKM-Einsatz auf die Pole-Position. Der Australier Ryan Mills holte bei seiner Gast-Premiere Startplatz drei heraus. Im Pre-Finale setzten sich aber die bekannten Gesichter durch. Der Brite Bradley Barrett siegte und hatte damit die Pole-Position für das Finale inne.

In diesem führte er das Rennen auch bis kurz vor Ende an. Doch in den letzten beiden Runden drehte Verfolger Luka Wlömer auf. Von Rang drei aus kämpfte sich der Tabellenführer an seinen Gegnern vorbei und siegte vor Jasin Ferati. Der Schweizer setzte sich in der letzten Kurve noch neben Barrett und hatte im Ziel eine Spoilerlänge Vorsprung. Sieger Wlömer freute sich im Interview über seinen Erfolg: „Nach dem Pokerspiel im Zeittraining, waren die Bedingungen nun eindeutig. Trotzdem war es von Rang drei aus ein schwieriges Rennen. Ich habe auf den richtigen Moment gewartet und dann attackiert. Für den Titelkampf ist der Sieg sehr wichtig.“

Jasin Ferati gewinnt mit Reifenpoker das Sonntagsrennen

Wie schon am Vortag war wieder Finn Gehrsitz im Zeittraining der schnellste Fahrer im Feld und bestätigt seine Vorstellung auch mit einem Sieg im Pre-Finale. Zum Finale wurde es dann hochdramatisch. Kurz vor Rennstart setzte Regen ein und ließ die Wahl der richtigen Reifen zum Roulett-Spiel werden. Ein Teil entschied sich für profillose Slick-Reifen, der andere für Regenreifen.

Samstags-Sieger Wlömer vertraute auf Regenreifen und übernahm direkt nach dem Start die Führung. Doch im weiteren Verlauf trocknete die Strecke ab und die mit Slick bereiften Fahrer legten deutlich zu. Letztlich musste der Berliner seinen Spitzenplatz kampflos aufgeben. Sein ärgster Widersacher in der Meisterschaft Jasin Ferati triumphiert vor Gehrsitz und Jort Coone. Der Niederländer stand erstmalig auf dem Podium. Im Siegerinterview war Ferati glücklich über seinen Erfolg: „Vor dem Start war es sehr aufregend, wir haben uns für Slicks entschieden und damit die richtige Entscheidung getroffen. Wichtig war es die ersten Runden ohne einen Ausrutscher zu überstehen. Der Titelkampf ist wieder offen, es wird aber schwierig werden Luka noch zu stoppen.“ Aktuell führt Luka Wlömer die Meisterschaft mit 245 Punkten vor Jasin Ferati (217 Punkte) und Joel Sturm (175 Punkte) an.